Türendurchbruch

Eine Aktion, die zwangsläufig weder für Gartentore noch für Gartentüren oder Einfahrtstore notwendig sein wird, ist es, in einer Wohnung einen neuen Türdurchbruch zu setzen. Doch wer home-740260_640ein Einfahrtstor besitzt, ein Hoftor, ein Gartentor, eine Gartentür, der wird auch das dazugehörige Haus besitzen oder zumindest gemietet haben. Beim Durchbruch für eine neue Tür in diesem Haus, der Wohnung sollte man recht vorsichtig und möglichst wenig blauäugig vorgehen.

Nicht jede Mauer ist auf Anhieb geeignet. Oft verbergen sich Mauern Installationen und Kabel. Das wichtigste jedoch: Die Mauer, die man durchbrechen möchte, könnte eine tragende Konstruktion sein. Was bei Innenwänden, sei zur Beruhigung gesagt, aber eher selten der Fall ist. Als tragende Teile stehen mehr Säulen und Balken, auch aus Holz. Jedenfalls sind, wenn es sich nun doch um tragende oder auch aussteifende Mauern, also zumeist Außenmauern handelt, Stahlstützen zu Abstützungsmaßnahmen notwendig. Das ist so, weil der Kraftfluss von der Mauer in den Baugrund hinein, durch den geplanten Mauerdurchbruch unterbrochen würde.

So muss also bei der Planung eines solchen Türdurchbruchs fast notwendigerweise der Fußboden- und Deckenaufbau bekannt sein. Man kann zum Beispiel nun einmal an einer Decke, die aus Gipskartonplatten gefertigt ist, keine auch noch so raffinierte Stütze anbringen. Dasselbe gilt natürlich auch für den schwimmenden Dielenboden oder einen Estrich. Darum wird der fortgeschrittene Handwerker bei einem Durch vorher, oberhalb der geplanten Durchbruchstelle quadratische Maueröffnungen anfertigen, in die er dann tragfähige Holz- oder auch Metallbalken einzieht. Diese wiederum werden mit Stahlstützen gesichert. So stellt man sicher, dass der oben beschriebene Kraftfluss nicht unterbrochen wird.

Der Sturz

Der Sturz wird nun dafür sorgen, dass der ununterbrochene Kraftfluss auch nach Entstehen der neuen Tür und Entfernung der Stahl- oder Holzstützen weiterhin erhalten bleibt. Der Sturz muss mit der Mauer verbunden werden, man muss ihn einbetonieren. Einen Sturz in der geeigneten Größe und Form findet man in Baumärkten ohne Weiteres. Es sind meist Betonfertigteile. Dieser Sturz wird nun in das Mauerwerk eingebunden. Dabei ist zu beachten, sehr wichtig, dass der Sturz links und rechts zumindest 25 Zentimeter Auflagefläche hat. Man beginnt also damit, die Umrisse der neuen Tür aufzuzeichnen, am besten ein wenig Spiel lassen.

Dann arbeitet man den Sturz über der eigentlichen Tür heraus. Dabei wird, wegen der herabfallenden Mauerteile von oben nach unten gearbeitet. Für diese Arbeit verwendet man üblicherweise Hammer und Meißel, auch Meisselhammer oder Abbruchhammer sind geeignet, die kann man sich im Baumarkt ausleihen. Man sollte darauf achte, nach Möglichst nur einen geringen Anteil der Steine locker zu schlagen. Deswegen setzt man den Meißel meist senkrecht an. Sollten die Steine, die sich über dem Sturz befinden bei der Arbeit mit herunter brechen, muss die Mauer nach dem Einsetzen des Sturzes über demselben wieder bis zur Decke hochgezogen werden.

Bei tragenden Mauern, die etwas stabiler sein sollen, weil sie großes Gewicht zu tragen haben, ist es ebenso möglich, zwei Stürze einzuziehen. Dabei kommt ein Sturz neben dem anderen zu liegen. Dadurch erhöht sich die Stabilität der ganzen Sache um nahezu 100 Prozent, wenn richtig gearbeitet wurde. Dann beginnt man, die Ränder der neuen Tür zu gestalten, danach die Scharniere zu setzen.