So wird das Haus energieeffizienter

Neubauten werden grundsätzlich nach den neuesten Standards gebaut. Dies bezieht sich auch auf die Wärmedämmung gemäß EnEv. Doch wie steht es mit dem Energieausweis für ältere Gebäude? Ja, er ist verpflichtend. Insbesondere dann, wenn das Haus oder ein Teil davon vermietet werden soll. Generell jedoch gibt der Energieausweis dem Eigentümer gute Hinweise, an welchen Stellen des Hauses Handlungsbedarf besteht.

Wo die Knackpunkte liegen

Natürlich haben ältere Häuser ihre „Problemzonen“: Die Fenster und Türen sind in die Jahre gekommen. Dadurch kann es zur Fugenbildung kommen, durch welche Wärme entweicht bzw. Kälte und Feuchtigkeit in das Haus eindringen können. Hinzu kommt, dass die Fenster aus dem 60iger und 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts oft nur ein- oder zweifach gefertigt waren. Von Wärmedämmung kann also gar keine Rede sein. Auch viele Türen waren noch einfach gefertigt. Werden sie ausgetauscht, kann dies bereits eine beträchtliche Wärmeeinsparung mit sich bringen.

Die Dämmung des Daches ist in Häusern, die um die 1920 – 1940 erbaut wurden, irgendwie nur schwach bis gar nicht vorhanden. Hier ist also ein großer Handlungsbedarf. Wird eine neue Dämmung integriert, ist die Dampfsperre nicht zu vergessen. Denn die Feuchtigkeit muss trotz allem die Möglichkeit haben, entweichen zu können. Zieht sich das Dämmmaterial voll Wasser, ist die Wirkung dahin oder zumindest stark reduziert.

Die Heizungsanlage ist oft bereits veraltet. Man rechnet für gewöhnlich mit einer Lebensdauer einer Heizungsanlage von 20, maximal 30 Jahren. Doch auch die Zuleitungsrohre zu den Heizkörpern sowie die Heizkörper selber sollten den neuesten Standards angepasst werden, damit eine optimale Effizienz erreicht werden kann.

Schritt für Schritt

Natürlich kann man nicht alle Sanierungsarbeiten auf einmal bewältigen. Dies gelingt auch dann nicht, wenn viele Gewerke in Eigenarbeit durchgeführt werden. Dabei kommt es natürlich auf das zur Verfügung stehende Budget an.

Solange die Heizungsanlage noch gut arbeitet, sollte man sich als erstes auf die Dämmung der Außenwände sowie den Austausch von Fenster und Türen konzentrieren. Ob man sich für eine Innen- oder eine Außendämmung entscheidet, ist unter anderem von der Bauweise des Hauses abhängig. Sollte man sich für die Innendämmung entscheiden, ist zu bedenken, dass, je nach Stärke der Dämmung, Wohnraum verloren geht. Allerdings tendieren die Fachleute zur Innendämmung, da die Außendämmung nicht so gut funktioniert, wie man es sich erhofft hat.
Danach ist für eine optimierte Dachdämmung zu sorgen. Dies kann beispielsweise mit dem Dachausbau einhergehen.

Die Heizung auszutauschen ist meist eine leichte Entscheidung. Obwohl die Frage „Öl oder Gas!“ nicht ganz einfach ist. Allerdings verbrennt Gas effizienter als Heizöl.