Gepflegter rasen leicht gemacht

Für viele Menschen gehört eine gepflegte Rasenfläche in jeden Garten. Die Größe ist hierbei nicht zwangsläufig entscheidend. Die Betonung liegt auf „gepflegt“. Einen Rasen anzulegen sollte nicht so schwierig sein, werden nun viele denken. Auch die Pflege kann ja nicht so dramatisch sein – ist ja nur Rasen. Falsch gedacht! Denn um einen wirklich prächtigen Rasen sein Eigen nennen zu können, muss einiges beachtet werden. Viele Fehler können gemacht werden und schon hat man anstelle eines grünen Rasens eine prächtige Blumenwiese oder ähnliches im Garten.

Wasser marsch!

Wer einen schönen Rasen haben möchte, sollte an heißen Tagen ausreichend wässern! Am besten wird zwei- bis dreimal pro Woche richtig gut gegossen. Pütscherkram vertragen die Halme nicht gut. Damit man weiß, wann es genug ist, wird ein Glas auf den Boden gestellt und der Sprenger angemacht. Wenn sich in dem Glas gut 1,5 cm Wasser befinden, kann man davon ausgehen, dass alle Halme ausreichend mit Wasser versorgt wurden. Zudem sollte früh morgens gesprengt werden. Wird dies am Nachmittag oder frühen Abend vorgenommen, verdunstet sehr viel Wasser, da der Boden noch vom Tag aufgeheizt ist.

Vom richtigen Zeitpunkt

Dieser ist nicht immer leicht zu finden, besonders, wenn es ums Mähen geht. Wird zu spät geschnitten, kommen die unteren, braunen Blätter ans Tageslicht. Wird zu tief geschnitten, ergibt sich ein ähnliches Ergebnis. Zu hoch darf aber auch nicht abgeschnitten werden, sonst ist man förmlich jede Woche am Mähen. Die ideale Schnitthöhe ist bei vier Zentimetern anzusetzen. Bei einer Graslänge von sieben bis zehn Zentimetern ist wieder nach zu mähen.

Entstehen trotz aller Vorsicht Kahlstellen, sollten diese schnell wieder Nachgesät werden, da sich sonst sehr schnell Unkraut ausbreitet.
Wer regelmäßig mäht, kann seinen Rasenschnitt gerne als Mulch liegen lassen. Nicht nur, dass die lästige Frage des Wohins entfällt. Die Humusbilanz des Bodens wird sich drastisch verbessern, was ja letztlich auch dem Rasen zu Gute kommt.

Düngen muss sein

Auch wenn man eigentlich so wenig wie möglich düngen möchte, ist es doch einfach notwendig. Anderenfalls machen sich ungewünschte Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel usw. breit. Stickstock gehört zu den notwendigsten Gaben, die ein Rasen benötigt. Damit man keinen Kombin-Dünger mit viel Phosphor verwenden muss, empfiehlt sich Hornspäne. Diese besteht aus Rinderhorn und ist somit ein ganz natürliches Element, das schnell aufgenommen werden kann.
Um die Unkräuter und Moos in Schach zu halten, wird gerne Eisensulfat eingesetzt. Leider ist es nicht ungefährlich im Umgang, sodass es mit äußerster Achtsamkeit verwendet werden muss.